Kurzer Ausflug nach Sydney (15.-24.04.)

15 05 2012

von Corinne:

Ja, auch wir haben es endlich wieder einmal geschafft einen Bericht zu erstellen. Es hat einige Zeit gedauert aber wir wünschen Euch trotzdem wie immer viel Spass beim lesen.

Nach einer Nacht in Auckland sind wir am Sonntag gegen Mittag in Sydney angekommen. Dieses Mal hatten wir natürlich auch eine ganz spezielle Vorfreude auf unsere neue Destination, da wir Ivo und Monica besuchten. Am Flughafen wurden wir schon von Ivo erwartet. Das Wiedersehen war wirklich ein sehr freudiges Ereignis. Wir hatten uns doch schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen. Ivo lebt schon seit sechs Jahren in Sydney und ist in dieser Zeit natürlich auch schon zum Aussi mutiert :) .

Wir durften die ganzen 10 Tage während unseres Aufenthaltes bei Ivo und Monika hausieren. Für uns natürlich genial, da wir schon eine ganze Weile in Hotels oder Hostels wohnten, genossen wir das Gefühl zu Hause zu sein. Sie waren auch unglaubliche Gastgeber. An dieser Stelle nochmals einen riesen Dank für die Gastfreundschaft!

Das Wetter machte am einten oder anderen Tag nicht so mit. Es regnete öfters und wahr nach den Fiji’s für uns eher kalt. Doch wir gingen beim ersten Regenwetter natürlich trotzdem raus und fuhren mit dem Bus in die Stadt. Und was könnte man anderes machen als bei schlechtem Wetter shoppen gehen?! Eigentlich hatten wir ja erst kürzlich unsere Rucksäcke erleichtert, in dem wir eine ganze Sporttasche Helena und Nick mit zurück in die Schweiz gegeben hatten. Wir versuchten also die Einkäufe in Grenzen zu halten. Monika schlug uns vor ein Wochenticket zu kaufen, mit dem wir alle öffentlichen Verkehrsmittel in Sydney benutzen konnten. So fuhren wir mit der Fähre bei äusserst schlechtem Wetter nach Manley. Auf dem Meer hatte es unglaublich grosse Wellen und das Schiff schaukelte wirklich heftig. So wie die einten dreischauten, sind solche Fahrten nicht ganz üblich und so wahren glaube ich alle Fahrgäste froh, als sie wieder festen Boden unter den Füssen hatten. Wir machten in Manley auch einen kleinen Shoppingbummel und schauten uns den patsch nassen Surfstrand an.

Sydney (154)Sydney (20)

Also das Wetter konnte schlussendlich nur noch besser werden und es beschenkte uns auch bald mit ein paar Tagen Sonnenschein. Wir machten uns deshalb noch ein paar mal auf in die Stadt. Wir gingen einmal in den botanischen Garten, besuchten Darling Harbour und natürlich das Opernhaus.

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Unter der Woche schauten wir, dass wir am Abend etwas mit Ivo und Monika machen konnten, so gingen wir einmal beim Thailänder essen und einmal gingen wir in ein Steakhaus. Dort war das Essen wirklich fantastisch! Wir verdrückten alle einiges an Fleisch und wahren mehr als satt danach. Sonst verbrachten wir gemütliche Abende zu Hause, kochten jeden Tag und hatten toll Gespräche. Natürlich konnten wir auch ab und zu Monika beim klavierspielen bewundern. Sie spielt wirklich fantastisch!

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Am Wochenende gingen wir mit Ivo auf einen Beachwalk. Wir fuhren mit dem Auto von Sydney nach Narrabeen von dort aus starteten wir unsere 14 km lange Wanderung zurück nach Manley. Der Weg führte immer wieder an super schönen langen Stränden entlang, ab und zu durchquerten wir Wohnquartiere die direkt an den Klippen liegen. Wir bewunderten die schönen Häuser und ihre pracht’s Aussicht, bestaunten die riesigen Golfplätze und schauten dem einen oder anderen Surfer beim Wellenreiten zu.Sydney (209)Sydney (164)Sydney (169)Sydney (180)

Die Tage bei Ivo vergingen wie im Flug und so stand auch schon wieder der Abreisetag vor der Tür und wir mussten uns mit schwerem Herzen von den Zweien verabschieden.

Beim nächsten Bericht den ich hoffentlich auch gaanz bald schreiben werde, wird es dann um Sushi, Skifahren, Shinkansen Fahrten und Grosstädte gehen.

Album Sydney


Kreuzfahrt durch die Yasawa Inselgruppe

23 04 2012

von Corinne:

Wir verbrachten nach der Abreise von Helena und Nick noch vier Tage im Wananavu Resort. Danach ging es für uns weiter und zwar auf die 4-tägige Captain Cook Kreuzfahrt. In Nadi konnten wir bei der Durchfahrt zu Denerau Harbour die unglaublichen Schäden des erst kürzlich wütenden Hochwassers sehen.

Unsere Reise begann also in Nadi. Wir bezogen unsere Kajüte und erkundeten erstmals das ganze Schiff. Zu unserem Glück waren nur 50 Personen mit uns an Board, das Schiff wäre aber für 120 Personen gedacht. Es war natürlich mit nicht mal der Hälfte der Personen einiges angenehmer auf dem Schiff. Am ersten Tag besuchten wir eine kleine Insel die in knapp 10 Minuten zu Fuss umrundet werden konnte ausserdem hatte es rundherum ein atemberaubendes Riff wo wir schnorcheln konnten.

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Meistens gegen vier Uhr morgens ging das Schiff weiter. Wir standen also jeden Morgen auf und hatten eine neue spektakuläre Aussicht vor unserer “Haustür”. Die Yasawa Inseln bilden ein 135 km2 grosses Archipel bestehend aus ca. 20 meist gebirgigen Inseln. Es leben geschätzte 1’200 Menschen auf den Inseln.

Natürlich hat es unzählige Riffe und so gingen wir jeden Tag an einem anderen schnorcheln. Einmal war das Wasser voller riesiger violetter Quallen. Unser Guide zeigte uns wie man sie in die Hand nehmen kann, so dass man sie einmal von ganz nah betrachten konnte. Die Substanz einer Qualle ist wirklich sehr interessant, sie fühlt sich an wie ein Gummiball aber ganz weich und zart. Für mich ein super neues Erlebnis, Martin wollte daran lieber nicht teilhaben und verzichtete auf die ungewöhnliche Begegnung.

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Ausser Schnorcheln hatte man natürlich auch die Gelegenheit die Bewohner der Inseln ein wenig näher kennen zu lernen. Manchmal stellten sie einen kleinen Markt auf wo wir Souvenirs kaufen konnten. Alle Kinder gehen hier in die Schule und lernen fleissig Englisch, denn dies ermöglicht ihnen eines Tages einen guten Job im Tourismus zu bekommen. Wir konnten ausser dem Dorf, auch einmal eine Schule besuchen. Die Kinder waren unglaublich. Sie sangen zur Begrüssung tolle Lieder und waren sehr neugierig. Jedes Kind konnte sich jemanden auswählen dem es die Schule zeigen möchte. Uns fragte ein süsses Mädchen. Sie war schon ganz aufgeregt und zeigte uns die Klassenzimmer, den Kindergarten, das Krankenzimmer und und und. Es machte uns eine Menge Spass mit ihr das Schulareal anzuschauen. Natürlich fragte sie uns auch woher wir sind, und als wir ihr erklärten, dass wir aus der Schweiz kommen, schaute sie uns mit einen fragenden Blick an, wo denn dass sei. Auf der Weltkarte zeigten wir ihr woher wir sind. Sie war ganz begeistert von der riesigen Distanz.

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Nach dieser 4-tägigen Kreuzfahrt mussten wir uns schon wieder von den Fiji`s verabschieden. Über Auckland geht es weiter nach Sydney, wo wir Ivo und Monica besuchen.

Album Yasawa Inselgruppe


Mit Freunden im Paradies

9 04 2012

von Corinne:

Nach einem angenehmen dreistündigen Flug landeten wir in Nadi. Uns begrüsste sonniges und wunderbar warmes Wetter. In der Ankunftshalle wartete schon unser Chauffeur der uns in das dreistunden entfernte Resort fuhr. Während der Fahrt konnten wir uns schon einmal einen kleinen Eindruck verschaffen, wie das Leben auf den Fiji so aussieht. Wir durchquerten einige kleine Dörfer auf holprigen Strassen und machten die notwendigsten Einkäufe am Strassenrand. Ausserdem hielten wir in einem Dorf an, wo wir auf einem Markt noch Gemüse und Früchte einkaufen konnten. Wir wahren natürlich voll die Attraktion, da es nicht viele Weisse gibt die mal schnell etwas kaufen kommen. Unser Resort liegt ganz im Norden der Insel und das nächste Dorf Rakiraki ist etwa 20 Autominuten davon entfernt. Wir wurden sehr herzlich begrüsst und in unser Bungalow gebracht. Der Tag hatte nicht mehr allzu viele Stunden übrig, und so gingen wir noch kurz etwas Essen und früh ins Bett, denn wir wollten, dass es so schnell wie möglich Sonntag wird.

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Am nächsten Tag standen wir früh auf. Helena und Nick wurden um neun Uhr erwartet und wir wollten natürlich Spalier stehen wenn sie ankommen :) . Ich war schon ganz nervös und voller Vorfreude und als sie endlich da waren, gab es kein halten mehr. Alle hatten riesen Freude und Helena und ich fielen uns in die Arme und konnten es fast nicht glauben, dass wir uns jetzt endlich wieder sehen.

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In den ersten Tagen genossen wir den Strand, gingen am Haus-Riff schnorcheln und natürlich hatten wir uns jede Menge zu erzählten, sodass wir Stunden mit reden verbrachten.

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Nick ist ein begeisterter Fischer, er organisierte für uns vier eine Angeltour. So gingen wir frühmorgens zum Bootssteg um aufs Meer hinaus zu fahren. Doch das Geräusch welches der Motor von sich gab machte uns keine grosse Hoffnung, dass wir überhaupt an Board steigen können. Es dauerte bestimmt eine Stunde bis der Motor ansprang und Martin machte noch kleine Bemerkungen darüber, ob es wirklich eine gute Idee sei, auf dieses Boot zu gehen, denn es könnte ja sein, dass mitten auf dem Meer der Motor wieder streikt. Trotz den geäusserten Bedenken gingen wir aufs Boot und fuhren aufs Meer hinaus. Nach knapp 20 Minuten bekamen wir die Fischerutensilien, den Haken bestückten wir mit Fisch und warfen ihn ins Meer. Das Handleinenfischen ist schon noch speziell, man sollte selbst merken wenn der Haken den Boden berührt und wenn ein Fisch anbeisst, denn dann muss man die Schnur ruckartig nach oben ziehen. Nach ein paar Minuten schrie Helena: “ich han eine ich han eine”. Martin und ich schauten uns fragend an, denn wir zogen unseren Haken regelmässig leer nach oben. Irgendwie hatten wir nicht so das Gefühl dafür. Wir merkten nicht, wenn die Fische unseren kompletten Köder einfach vom Hacken wegassen. Ja soo dumm sind die Fische doch auch nicht. Wir machte das Angeln nach einiger Zeit keinen Spass mehr denn ich wurde prompt Seekrank. Ich bat unseren Fahrer mich irgendwo an Land zu bringen, denn es würde bestimmt nicht mehr lange dauern bis ich mich übergeben müsse. Also “versuchte” er den Motor zu starten… es blieb lange nicht bei einem versuch und so trieben wir im Meer umher und wussten nicht recht ob dieses scheiss Ding wieder anspringt. Nach knapp 15 Minuten hatte er es doch noch geschafft und ich war heilfroh.  Wir fuhren zu einer nahe gelegenen Insel wo ich aussteigen konnte. Helena entschied sich mit mir in die Sonne zu legen und die Männer alleine weiter fischen zu lassen. Später holten sie uns am Strand wieder ab mit einem riesen Topf voll Fischen. Hmmm, wir freuten uns schon alle auf das feine Abendessen. Unser Bungalow hatte nämlich neben einer Küche noch einen super Grill draussen bei der Terrasse. Nick und ich machten Feuer und Helena bereitete mit Martin die Fische zu.

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Drei wunderbare Tage vergingen und wir freuten uns auf noch mehr, doch als am vierten Tag es zu regnen begann, wussten wir nicht, dass es uns die nächsten vier Tage genau gleich ergehen würde. Es regnete ununterbrochen, alles stand langsam unter Wasser und wir hörten die ersten Überschwemmungsnachrichten. Der Flughafen wurde geschlossen und eine Menge Leute steckten entweder in ihren Resorts fest oder strandeten am Flughafen. Wir machten aber aus jedem Regentag das Beste und so gingen wir ab und zu bei strömenden Regen im Meer schwimmen, veranstalteten in den Badehosen Regentänze und spielten eine Menge Spiele. Als uns der erste Sonnenstrahl nach langem wieder erfasste, schlüpften wir blitzartig in die Badehosen und flitzten an den Pool. Das Wetter meinte es immer besser mit uns. So konnten wir einmal einen Kayakausflug zu einer anderen Insel machen, Petanque spielen und erneut den Strand geniessen.

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Ausserdem gingen wir einmal auf eine kleine Tour. Wir wurden von einem Bus abgeholt und der älteste Resort Mitarbeiter (leider weiss ich seinen Namen nicht mehr) lud uns in sein Dorf ein. Wir wurden wahnsinnig herzlich begrüsst. Nach dem Füsse waschen durften wir in ihre Dorfhütte. Hier werden Leute Empfangen, Feste gefeiert oder sie sitzen einfach zusammen, wie bei uns in einer grossen Stube. Nach der Begrüssung erhielten wir den, für den Mund, betäubenden Cava Wurzelsaft, diese Zeremonie wird immer bei Festen oder Empfängen gemacht. Sie spielten uns eine Menge traditioneller Lieder vor und tanzten dabei. Die Menschen auf den Fijis sind unglaublich lebensfroh, steht’s freundlich und haben für jedermann den ganzen Tag ein lächeln übrig. Da könnte sich manch einer eine Scheibe davon abschneiden. Wir hatten an diesem Nachmittag einen Menge Spass, lernten viel über das wahre Leben auf den Fijis und konnten uns einen richtigen Eindruck verschaffen wie die Leute hier leben.

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An unserem zweitletzten Tag machten wir noch einen Picknick Trip. Wir wurden auf eine Insel gebracht, wo es einen super langen Sandstrand gab und ein riesiges Riff davor, wo wir schnorcheln konnten. Als wir ankamen war noch Ebbe und so mussten wir noch ein wenig übers Seegras und sonstiges Gewächs laufen. Darin befanden sich sonderbare Schlangen ähnliche Dinger, sie sahen aus als hätten sie einen Pelz oder so. Wir liefen also ein wenig schneller, dass wir bald den Strand erreichten. Im Gepäck hatten wir jede Menge Sandwich, Bier, Wasser und alles erdenkliche Mückenzeug, welches man anzünden oder sich ansprühen konnte. Wir hatte alle schon unzählige Stiche am Körper und langsam das Gefühl, eine Moskitospray Vergiftung zu haben. Aber so ist es nun mal im Paradies. Alles kann man nun wirklich nicht haben. Wir genossen den ganzen Tag am Strand und gingen schnorcheln. Ab und zu kam von oben ein Regenguss, den wir aber sehr gerne in Empfang nahmen um das Salzwasser ein wenig abzuspülen. Unserem Bootsfahrer sagten wir, dass er uns gegen vier Uhr wieder abholen soll. Als wir ankamen war wie gesagt noch Ebbe, um drei Uhr Nachmittags war sozusagen nichts mehr vom Strand übrig und wir mussten all unsere Sachen langsam aber sicher in Sicherheit bringen. Ein winzig kleiner Fleck Sand blieb von der Flut verschont. Wir hatten schon so unsere bedenken, dass dieses kleine Stück, bis er uns abholt, auch noch vom Wasser geklaut wird. Doch wir wurden rechtzeitig abgeholt und gingen zurück auf unsere Insel, wo wir ein erneutes Mal unseren feinen selbst gefangen Fisch zum Abendessen verspiessen.

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Die zwei Wochen gingen rasant vorbei und so sassen wir schon zum letzten Mal zusammen am Tisch. Nick beauftragte die Küche unsere letzten verbliebenen Fische zu verarbeiten. Wir assen also noch einmal wie die Könige und verbrachten einen super schönen und wie immer lustigen Abend. Als die zwei dann mit dem Abschiedssong von der Resortcrew verabschiedet wurden, wurde Martin und mir auch langsam klar, dass wir bald wieder alleine sein werden. Der Abschied fiel und wie immer schwer. Wir hatten so viel Spass zu viert und es war für uns mehr als eine willkommene Abwechslung. Beim Tschüss sagen kullerten natürlich ein paar Tränen (bei Helena und Corinne, Anmerkung der Red.). Wir wünschten uns gegenseitig eine gute Reise und verabschiedeten uns nach zwei super tollen Wochen mit ein wenig Wehmut von einander.

Liebe Helena und lieber Nick. Wir schauen auf zwei wunderbare Wochen zurück die uns eine Menge Freude bereiteten, wir hatten tolle Gespräche, super Lachanfälle, unvergessliche Spielabende und es entstanden mit euch eine Menge legendärer Sprüche. Rakiraki, ich hau dir eins an Sacki…. :) gell Röteli hahaha

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Album Wananavu Fiji


Einmal quer durch die Nordinsel

21 03 2012

von Corinne:

Lange ist es her seit dem letzten Bericht. Irgendwie sind wir nicht mehr zum schreiben gekommen. Beginnen wir am Anfang unserer Reise zurück auf der Nordinsel.

Nach dem Abel Tasman N.P. war unser Ziel Picton, wo unsere Fähre fuhr. Unterwegs machten wir in Havealook stopp um Mittag zu essen, hier ist das Muschel-Mekka schlecht hin, natürlich stand auch auf unserem Speiseplan die berühmte Meeresfrucht. Es war super lecker und mit einem gesunden Mahl im Magen, ging es der Fjordlandschaft entlang nach Picton. Eigentlich dachte ich, der Ort sei eine riesige Stadt, da sie die Hauptverbindung zur Nordinsel ist. Doch ich wurde eines Besseren belehrt, der Ort war ganz schön verschlafen und sehr klein, nur die riesigen Fährschiffe machten darauf aufmerksam, dass wir uns nun in Picton befanden. Wir starteten pünktlich um 18:00 Uhr und verliessen somit die Südinsel. Die Fahrt war am Anfang super schön, sie führte uns den riesigen Meeresarm entlang auf die offene See, wo uns Sturm und riesige Wellen erwarteten. Das Schiff kam für seine Grösse richtig ins Wanken und es machte somit natürlich nur halb soviel Spass. Wir waren froh, als wir endlich nach vier Stunden in Wellington ankamen. Uns erwartet dort ein mega hässlicher, super teurer Parkplatz mit Toiletten und Duschen mitten in der Stadt, als Schlafplatz. Nun gut, wir hatten definitiv keine Lust nachts noch einen anderen zu suchen. So schliefen wir zwischen Hafen, Wolkenkratzer und Lichtsignal in Wellington ein. Wir machten am nächsten Tag einen kurzen Stadtrundgang, doch nach so viel Natur und Abgeschiedenheit wussten wir nicht recht was anzufangen mit dem ganzen Trubel.

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Die Fahrt der Küste entlang war eher planlos, so fuhren wir einfach darauf los und machten ab und zu einen Halt. Der grosse Hunger kommt ja meistens beim langweiligen Autofahren und als wir in der Ortschaft Bull die Fish & Chips Bude entdeckten hielt uns natürlich nichts davon ab eine Portion zu bestellen. Die haben es wirklich in sich, vor allem auf dem Land. Eine Portion reicht locker für drei Personen…

In Whanganui haben wir einen schönen Campingplatz direkt an einem Fluss bezogen. Hier machten wir eine kleine Pause und schmiedeten für zwei Tage einfach mal gar keine Pläne. Am Tag genossen wir die Sonne, ich schrieb fleissig Tagebuch und Martin relaxte in seinem Campingstuhl. Doch lange dauerte es nicht, bis wir wieder was zum anschauen fanden. In der Stadt gab es einen uralten Lift der 200 Meter in einen Berg gebaut wurde um dann auf einen 60 Meter hohen Hügel zu fahren. Irgendwie völlig sinnlos doch für 1.00 CHF machten wir den Spass mit und fuhren die geschätzten 10 Sekunden mit dem Lift hoch. Auf dem Aussichtsturm hat man einen wunderschönen Panoramablick über das Meer und die Berge.

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Von Whanganui gingen wir weiter in die berühmten Waitomo Caves. Wir waren schon ganz gespannt was uns da wohl erwarten wird, denn die Höhlen werden mehr als hochgepriesen und demnach müssen sie ja speziell sein. Als wir ankamen erwartete uns eine unglaubliches Touri-Areal. Ein riesiges hallenähnliches Freiluftdach wurde vor den Höhlen gebaut. Es gibt unzählige Angebote die Höhlen zu erkunden, man kann sich in die engen Neoprenanzüge quetschen mit denen man dann sich in die noch engeren Höhlensysteme quetscht, oder mit riesigen Gummiringen in den Flusstunnelsystemen sein Adrenalisspiegel erhöhen kann oder man geht einfach zu Fuss in die Höhle. Günstig ist nichts und auf Platzangstanfälle hatten wir auch keine Lust, also buchten wir die normale Tour zu Fuss. Wir gingen also in die Höhlen hinein und machten uns lustig darüber, dass es ganz und gar nicht spektakulär ist, dort dachten wir noch, dass sicherlich hinter der nächsten Ecke das absolute Highlight kommt. Doch wir wurden kläglich enttäuscht, die Höhle kann sich keines Wegs mit den Höhlen messen, die wir in Thailand und Mexiko erkundeten, die waren wirklich riesig und phänomenal. Aber hier kommt das grosse ABER, in den Waitomo Caves gibt es eine unglaubliche Anzahl von Glühwürmchen und diese hatten wir bis jetzt noch nie irgendwo gesehen, also waren wir doch nochmals gespannt als und das Boot in der Höhle abholte und wir in die Dunkelheit entführt wurden. Und ich muss sagen, da haben sie uns doch nicht zu viel versprochen. Das Bild, dass sich einem bot war schon sagenhaft, so viele tausende kleine Lichter die wie ein unglaublicher Sternenhimmel an den nass, kalten Höhlendecken hängen, es sah wirklich bezaubernd aus. (Fotoapparate waren leider nicht erlaubt)

Nach nur vier Tagen waren wir schon in Taupo. Die Stadt liegt auf einem riesigen Feuerring und deshalb treten in der ganzen Region riesige Dampfsäulen aus der Erde. Überall wo man hinsieht, vor allem bei schlechtem Wetter, zischt, brodelt und dampft es aus der Erde. Natürlich wird die unglaubliche Erdwärme die sich hier befindet auch genutzt. Neuseeland ist ja bekannt dafür, dass es auf erneuerbare Energien setzt und so wird natürlich auch hier die Erdwärme in riesigen Kraftwerken zur heiss begehrten Energie umgewandelt. Wäre ja auch zu blöde, wenn man dass nicht nützen würde. Rund um Taupo gibt es Dutzende von Thermalquellen und riesige Kraterlandschaften. Wir besuchten zwei vulkanische Gebiete, das eine ist sehr sehr jung es entstand in den 50er Jahren. Wo früher Wald stand ist heute eine Mondkraterlandschaft, der riesige Feuerring der sich hier befindet sucht sich immer wieder neue Ventile um Druck abzulassen und so kommt es immer wieder dazu, dass neue Dampflöcher entstehen oder alte versiegeln.

Taupo-Rotorua (Vulkane) (9) Taupo-Rotorua (Vulkane) (22)

Gegen Mitte März waren wir in Rotorua. Die Stadt ist sehr gross und bietet einem abermals absolut alles. Neuseeland ist einfach unglaublich was es alles an Outdooraktivitäten bietet. Im Infocenter waren wir ein erneutes Mal mit den hunderten von Prospekten und Flyern total überfordert. Wir wollten keine riesigen Beträge ausgeben für ein paar Stunden Adrenalin Kick und waren ein wenig frustriert, dass wir nur solche Angebote fanden. Wir waren eher auf der suche nach Bike Möglichkeiten und Infos darüber. Es scheint manchmal, dass Biken zu anstrengend für die meisten Touris ist, weil man da nicht wie bei den anderen Angeboten umher gefahren wird, sondern selber treten muss um vorwärts zu kommen…. Doch zurück zum Biken, wir gingen in den Bike Shop der direkt beim riesigen Redwoodwald lag. Der Shop hatte top Ausrüstung und super Angestellte. Nach reichlicher Überlegung, was wir eigentlich die nächsten paar Tage machen wollten, entschieden wir uns drei Tage biken zu gehen. Der Wald bietet über 100 Kilometer perfekt präparierte Singletracks mit allen erdenklichen Schwierigkeitsgraden. Es hat absolut alles was unser Bikeherz begehrte. Am etwas abseits gelegenen Blue Lake fanden wir einen schönen Campingplatz. Wir suchten wieder ein wenig die Ruhe, irgendwie gefällt uns der Trubel in der Stadt nicht mehr so gut und ausserdem liegt Rotorua auch auf diesem Feuerring und es stinkt überall nach Schwefel. Unser Campingplatz war verschont von dem übelriechenden Elend. Am kommenden Morgen gingen wir voller Freude zurück zum Bikeshop, wo wir unser Material abholen konnten und uns nochmals kurz über die besten Routen informierten. Ab da konnte der dreitägige Spass losgehen. Und Spass hatten wir alle mal. Die Loops waren wirklich unglaublich super präpariert, alles war angeschrieben und das Biken machte in so einer super organisierten Gegend viel Spass. Den ersten Tag beendeten wir nach über vier Stunden und gingen zufrieden auf den Camping zurück. Der zweite Tag beglückte uns wie schon so oft mit Regenwetter, doch das soll ja kein Grund sein nicht mit den Bikes in den Wald zu gehen. Also machten wir uns direkt vom Zeltplatz bei angenehmen Nieselregen auf. Uns erwartete auf der geplanten Strecke einen harten Aufstieg. Nach knapp zwei Stunden kamen wir auf dem Berg an von wo wir wieder coole Strecken runter rasten. Am dritten und letzten Tag machte sich natürlich auch der "pain in the ass” bemerkbar, doch so nach einer Viertelstunde spürte man das Hinterteil irgendwann nicht mehr.

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Mit ein wenig Schmerzen am Hintern gingen wir weiter nach Matata. Ein verschlafener Küstenort mit geschätzten 200 Einwohnern. Der Camping liegt hinter einem natürlichen Wall direkt am Strand. Jaaa auch hier haben uns die verlockenden Fish & Chips zu einem Stopp bewogen. Und wir haben endlich auch ein Foto von dem super Nationalgericht gemacht. (ist zwar ein wenig ungesund aber meeega fein…) Den Abend genossen wir ganz einsam auf einer wunderschönen Sanddüne mit Blick auf das raue Meer.

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Matata (8) Matata (15)

Mt. Maunganaui war unser nächster Stopp. Der Camping lag direkt am Meer und unterhalb des beliebten Hausbergs. Wir machten einen kleinen zwei stündigen Ausflug auf diesen und bewunderten zuoberst die 360 Grad Aussicht. Der Ort ist ein richtiges Surfermekka, doch leider war nichts mit am Strand chillen und die Sonne geniessen, da es an unserem ersten Tag gegen Abend anfing zu regnen. Wir gingen in die Stadt um ein wenig zu schlendern. Ein Reisebüro welches Flyer ausgehängt hatte von den Fijis erweckte unser Interesse, denn wir diskutierten schon lange darüber evtl. drei Tage auf ein Schiff zu gehen während unserem drei wöchigen Aufenthalt. Wir gingen also rein und informierten uns über die Kosten und ob es noch freie Plätze hat. Nach reichlicher Überlegung und eigenen Recherchen buchten wir die “Kreuzfahrt” und gingen zufrieden aus dem Büro. Der Tag war sonst für nichts mehr zu gebrauchen den es regnete seit bald 15 Stunden. Also fuhren wir weiter zum Hot Water Beach. Dort erwartete uns dasselbe klägliche Wetter und uns blieb nichts anderes übrig als frühzeitig ins Bett zu gehen. Am nächsten Morgen weckte uns abermals das Prasseln des Regens auf unserem Dach. Der Camping war überflutet und die Stimmung ein wenig getrübt. Nichts desto trotz gingen wir mit den Regenkleidern an den Hot Water Beach. Das hässliche, nasse und stürmische Wetter lud uns aber nicht ein, ein Grube zu buddeln und ins warme Wasser zu hocken, wir gingen also wieder zurück zum Camper.

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Als nächstes besuchten wir die Cathedral Caves. Wir dachten uns, wenn wir schon mal da sind und sowieso schon nasse Regenkleider haben, gehen wir auch auf den einstündigen Fussmarsch. Also zogen wir uns mit Flipflops, Regenjacke und Regenhose an und wanderten den Weg hinunter zum Meer. Natürlich waren wir patsch nass als wir ankamen, da kam es uns gerade gelegen, etwas Schutz in der aus Stein geformten Kathedrale zu suchen. Uns war die nässe langsam völlig egal, Martin ging sogar noch bis zur Hüfte ins Meer, weil das einiges wärmer war als der Regen. Wir machten uns aber aus der nässe eher einen Spass und es war mal ein ganz anderer Ausflug als alle anderen. Der Ort ist jedenfalls wunderschön und so ganz ohne Touristen war es auch ein spezielles Erlebnis. Als wir wieder beim Camper ankamen, mussten wir uns zuerst mal umziehen. Wir entschieden uns, durchs Wetter bedingt einen Teil der Route die wir fahren wollten auszulassen. Auf dem Weg wurden wir vom Regen böse überrascht, die einen Tag zuvor noch kleinen Bäche, verwandelten sich in riesige Flüsse, Felder standen komplett Unterwasser und bildeten Seen. Nur noch knapp konnten wir einige Brücken und Strassen passieren, das Wasser stand bei einer Strassenüberquerung bis zur Tür und diese ist sicher ca. 40cm weit oben. Wir hatten demnach Glück, dass wir noch rechtzeitig aufgebrochen waren. Das schlechte Wetter begleitete uns nach wie vor und während ich hier im Camper den ewig langen Bericht schreibe, regnet es draussen immer noch in Strömen. Drei Tage Dauerregen und im Camper eingesperrt sein, trägt nicht viel zur allgemeinen Stimmung bei. Also sind wir froh, dass wir morgen 22.03. unseren Camper abgeben können und zu Ellen und Garvin nach Auckland in die warme Stube flüchten können.

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Unsere Reise in Neuseeland geht somit schon wieder dem Ende entgegen und wir freuen uns riesig auf unser nächstes Ziel, die Fiji’s. Sonne, Meer und Strand WIR KOMMEN!!!

Album Nordinsel


Abel Tasman Nationalpark

10 03 2012

von Martin:

Als wir in Kaikoura losfuhren, Richtung Abel Tasman Nationalpark, warnten uns diverse Einheimische nicht weiter in den Norden zu fahren. Der Grund waren schlechtes Wetter und Sturm, so wie es auch in Kaikoura sein würde! Nach kurzer Bedenkzeit verliessen wir uns aber nicht auf diese Prognosen und fuhren direkt in die Sturmfront. Auf dem Weg fiel uns auf, dass ein paar vereinzelte Bäume Schaden vom Sturm genommen hatten. Als wir aber im Abel Tasman Nationalpark ankamen, erwartete uns dort schönstes Wetter! Das war wieder einmal Beweis genug, um sich nicht auf den Wetterbericht in Neuseeland zu verlassen.

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Im Dorf Marahau, das direkt am Eingang zum Nationalpark liegt, suchten wir zuerst einen Campingplatz für eine Nacht. Danach erkundigten wir uns über eine schöne Unterkunft für meinen Geburtstag, über Wanderungen und Kajaktouren im Nationalpark. Nach kurzer Zeit buchte ich bereits  eine schöne Unterkunft für zwei Nächte. Die Tour mit dem Kajak konnten wir für den nächsten Tag gleich auch noch in der Lodge dazu buchen.

Also hiess es am nächsten Morgen früh aufstehen! Los ging es um 9:00 Uhr mit dem Wassertaxi Richtung Nordwesten der Küste entlang. Nach einer kurzen Instruktion durch unseren Guide, paddelten wir zur einer kleinen Insel. Dort konnten wir junge Seehunde und wilde Vögel beobachten. Nach 2.5 Stunden Kajakfahren legten wir an einem verlassenen Sandstrand an und verpflegten uns. Nach einer kurzen Verschnaufpause, machten Corinne und ich uns auf den Weg zurück. Die Wanderung war wieder einmal sehr schön und führte uns zu guter letzt an eine wunder schöne Bucht. Wir legten uns noch eine Stunde an den Strand, und schon holte uns das Wassertaxi ab und brachte uns zurück ins Dorf.

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An meinem Geburtstag schliefen wir nach langem wieder mal aus… so bis 11:00 Uhr!!! (Sorry, für alle Arbeitenden!!!) Nach einem guten Morgenessen suchten wir wieder den Taxistand auf. Los ging es. In einer rasanten Fahrt mit dem Boot erreichten wir den Strand von gestern. Die Wanderung führte uns wieder durch wunderschöne Wälder und an gelb glänzenden Stränden vorbei. Wir liefen in ca. 3.5 Stunden zurück zur Lodge, dort wartete ein heisser Whirlpool auf uns. Nach diesem Bad hatten wir einen Bärenhunger. In der Nähe empfiehl und der Besitzer der Lodge eine Imbissbude mit den besten Burgern der Region. Also los! Er versprach uns nicht zu viel. Mein Geburtstagsburger war Weltklasse und erst der Muschelkuchen…. Mmmhhhhh

Danke nochmals allen für die vielen Glückwünsche!!!

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Am nächsten Morgen fuhren wir in das Dorf Takaka, das auch am Rande des Abel Tasman Nationalparks liegt. Wir bezogen dort für zwei Nächte einen kleinen Campingplatz. Im Lonely Planet lasen wir von einer bekannten Biketour in der Region. Die Bike`s waren schnell gemietet inklusive der Transport in den Nationalpark. Der Rundkurs war ein mittelschwerer Track. Doch er hatte es in sich. Wir mussten häufig absteigen, um das Bike über Bäche und Felsbrocken zu tragen. Für die  Landschaften und die Aussichten, die uns geboten wurden, lohnten sich aber die Anstrengungen. Nach einer schnellen Fahrt talwärts, kamen wir nach 5 Stunden wieder in Takaka an. Ein bisschen Müde aber mit vielen neuen Eindrücken gingen wir ins Bett und fielen sofort in einen Tiefschlaf.

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Album Abel Tasman